Afrika gilt als drittgrößter Kontinent der Erde als Wiege der Menschheit

Zudem zählt Afrika mit der Sahara als weltweit größte Wüste und mit dem Nil als längsten Fluss zu dem beliebtesten Urlaubsziel. In Afrika leben rund 885 Millionen Menschen in 53 Staaten, die meisten Menschen leben in Ägypten, Äthiopien und in Nigeria. Des Weiteren gibt es über 3.000 unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und mehr als 2.000 Sprachen. Die multikulturellen Gesellschaften sind charakteristisch für eine Vielzahl afrikanischer Staaten. Diese sind aus den kolonialen Grenzziehungen entstanden und allein in Nigeria leben circa 250 verschiedene Völker. Sie zeichnen sich durch ihre eigene Kultur, durch ihre eigene Sprache sowie durch ihre eigenen Organisationssysteme aus.

Religionen in Afrika

In Afrika gibt es neben den traditionellen afrikanischen Religionen zudem zwei große religiöse Gemeinschaften – einmal der Islam und zudem das Christentum. Es kommen andere Weltreligionen, wie beispielsweise das Judentum, der Hinduismus sowie der Sikhismus dazu. Diese spielen jedoch im Verhältnis zu den vorgenannten Glaubensrichtungen eine untergeordnete Rolle. Besonders stark verbreitet ist der Islam in West- und Nordafrika sowie in den Küstenregionen Ostafrikas. Das Christentum kommt vorrangig im südlichen Afrika, in Zentralafrika, in Landesinneren Ostafrikas sowie an der Küste Westafrikas vor. Die Religiosität nimmt im Leben der Afrikaner einen großen Platz ein und durchdringt ebenso alle Lebensbereiche der Menschen.

Die Sprachenvielfalt in Afrika

In den Staaten, die sich südlich der Sahara Afrikas befinden, werden zwischen 1.200 und 2.000 Sprachen gesprochen. Jedoch können hierzu keine präziseren Angaben getätigt werden, welches auf zwei nachfolgende Gründe zurückzuführen ist. Der eine Grund ist, dass viele der afrikanischen Sprache bis heute nicht ausreichend erforscht worden sind. Des Weiteren existiert das grundsätzliche Problem, dass sich die Grenzziehung zwischen Dialekten und Sprachen als schwierig erweist. Häufig kommt ein fließender Übergang durch Dialekte zum Vorschein, der die Sprachen miteinander verbindet. Es werden in Afrika vier Sprachfamilien unterschieden. So gibt es das niger-kordofanisch, nilo-saharanisch, afroasiatisch und Khoisan.

Sie benötigen für einen maximalen 90-tägigen Aufenthalt einen Reisepass, der noch ein halbes Jahr über den geplanten Aufenthalt gültig ist. Ab diesem Jahr 2012 gelten neue Regelungen in Bezug auf den Kinderausweis, daher ist nur noch ein gültiger Reisepass für Kinder zu benutzen. Beantragen Sie am besten Ihre entsprechenden Dokumente rechtzeitig für Ihre Reise nach Afrika. Die Währung in Südafrika ist der Südafrikanische Rand (ZAR).

Afrika Reisen

Der Kontinent Afrika ist eines der interessantesten Reiseziele der Welt. Gerade weil es auf diesem großen Kontinent viele unterschiedliche Kulturen und Naturgegensätze zu entdecken gibt. Sie finden hierbei einige Orte und Sehenswürdigkeiten vor, die Sie unbedingt auf einer Reise durch Afrika gesehen haben sollten.

Was sollte man bei einer Afrika Reise gesehen haben?

Auf jeden Fall gilt Marokko zu den schönsten Reisezielen dieses Kontinents, denn es kann zum einen mit einer wunderschönen Landschaft punkten und ebenso auch mit den Königsstädten Rabat und Marrakesch. Jedoch kann das Nachbarland Ägypten dieses noch übertreffen, da es das letzte Weltwunder zur Besichtigung anbietet. Jedes Jahr locken die Pyramiden zahlreiche Besucher an. Zudem hat die Sahara, die weltweit größte Wüste, mehr zu bieten als nur viel Sand und eine große Hitze.

So geben die angelegten Oasen, die Gebirgsketten und ebenso der Nil der Sahara einen einzigartigen Charakter. Wenn Sie es nicht ganz so heiß möchten, können Sie die Länder Tansania und Kenia besuchen. Diese Länder sind besonders wegen ihrer vorkommenden Wildtierarten bekannt, die Sie gerne auf organisierten Safaris bewundern können. In Afrika gibt es mehr als 1.000 verschiedene Tierarten zu ersehen. In Afrika ist auch die Kolonialzeit nicht spurlos vorbei gegangen und besonders das Land Namibia ist in der heutigen Zeit davon noch geprägt. In der Hauptstadt Windhoek von Namibia können Sie zahlreiche wunderschöne wilhelminische Bauten ersehen. Afrika hat zum Schutz der Tierwelt eine Reihe von Nationalparks errichtet. Die bekanntesten Parks befinden sich unter anderem in Namibia, Kenia, Sambia und in Südafrika.

Weitere beliebte Reiseziele in Afrika

Das Reiseland Ghana, welches sehr beliebt bei den Touristen ist, befindet sich im westlichen Afrika. Hier finden keine Unruhen statt, die jedoch in den angrenzenden Nachbarstaaten des Öfteren vorkommen können. Ghana hält für alle, die sich für die Geschichte interessieren Überreste bedeutender Gebäude aus der Kolonialzeit bereit. Ein weiterer beliebter Anziehungspunkt ist Südafrika. Gerade das Kap der Guten Hoffnung ist besonders empfehlenswert. Sie können hier zahlreiche Sehenswürdigkeiten, wie der Tafelberg in Kapstadt oder der Krüger Nationalpark sowie die Weingebiete von Stellenbosch bewundert werden. Im Osten von Afrika zählen Kenia und Tansania zu den bekanntesten Reisezielen, da sich hier zudem der größte Wildpark der Welt, die Serengeti befindet.

Ärzte, Apotheken und Impfungen

In Südafrika finden Sie eine sehr gute Versorgung von Ärzten und Apotheken im ganzen Land vor. Des Weiteren gibt es in den Städten überwiegend einen Apotheken Notdienst. Sie sollten jedoch spezielle Medikamente, die Sie benötigen aus Deutschland mitbringen. Für die Besucher aus Europa gelten keine vorgeschriebenen Impfungen. Jedoch wäre es auf jeden Fall ratsam, wenn Sie sich vor Ihrer Reise nach Südafrika bei Ihrem Hausarzt sowie beim Gesundheitsamt über die entsprechenden Gesundheitsrisiken informieren. Lassen Sie sich zudem am besten gegen Hepatitis A und B impfen. Des Weiteren ist zu empfehlen, dass eine ganzjährige Malariaprophylaxe durchgeführt wird.

Kleidung und Sicherheit

Für das ganze Jahr reicht in Afrika eine leichte Sommerkleidung aus. Sie sollten aber zusätzlich warme Kleidung und eine Windjacke für den südafrikanischen Winter sowie für abends dabei haben. Festes Schuhwerk ist ebenso wichtig sowie eine Sonnenbrille, eine Sonnencreme sowie eine Kopfbedeckung. Üblicherweise besteht keine große Gefahr vor Kriminalität. Sie sollten jedoch Städte, wie Johannesburg sowie Arbeitersiedlungen gerade nachts vermeiden. Bedenken Sie bitte auch, dass Sie Ihre Wertsachen, wie Papiere, Schmuck oder eine große Summe Geld nicht mit sich führen und diese in ihrem Hotelsafe einschließen. Aktuelle Informationen zur Sicherheit in Südafrika können Sie sich am besten in einem Reiseführer oder auf entsprechenden Internetseiten einholen.

In Südafrika wird auf der linken Seite gefahren und es herrscht eine Anschnallpflicht. Die bedeutendsten Städte sind mit geteerten Schnellstraßen verbunden. Die Höchstgeschwindigkeit in den Ortschaften beträgt 60 km/h, auf Landstraßen 100 km/h und auf den Schnellstraßen 120 km/h. Die wichtigsten Hauptstraßen in Südafrika sind Mautstraßen, bei denen die Gebühr jährlich weiter steigt. Es gibt aber auch viele Umgehungsstraßen, über denen man sein Ziel mit ein wenig mehr Zeit, jedoch ohne Mautkosten bestens erreichen kann.

Tiere in Afrika

Die meisten Besucher, die Afrika bereisen, wollen die einzigartige Tierwelt hautnah erleben. In Afrika kommen mehr als 1.100 Arten von Säuglingen vor und die Vielfalt der Raub- und Huftiere ist weltweit einzigartig. Die meisten Tierarten, vor allem die größeren Tiere lassen sich einfach in den vielen grandiosen Nationalparks im südlichen oder östlichen Afrika bewundern. Hierbei beobachtet man die Tiere normalerweise aus einem angelegten Versteck oder aus einem Fahrzeug. Die Tiere, die sich außerhalb von den Nationalparks befinden, lassen sich nur aus größerer Distanz beobachten. Das liegt daran, weil die Tiere hier vor den Menschen flüchten, da sie gejagt werden oder ebenso von den Ackerflächen vertrieben werden.

Welche Tierarten kommen in Afrika vor?

Viele der afrikanischen Säugetiere sind klein, nachtaktiv und eher scheu. Daher müssen sich Wissenschaftler, die diese Tiere beobachten möchten, einiges einfallen lassen. Bei einer Safari ist es wichtig immer genügend Wasser dabei zu haben, da die trockene Luft auch im Schatten sehr unangenehm ist und daher sollte man auf jeden Fall bei Ausflügen gut gerüstet sein. In Afrika finden recht unterschiedliche Wetterbedingungen statt. Diese können zum einen feucht oder nass sein. Die Fauna und Flora in diesem Land sind sehr reich an Tierarten und Pflanzen, die Sie bestens bewundern können.

Die vorhandenen Tiere passen sich den Temperaturen in den entsprechenden Regionen an. Hier können beispielsweise die Giraffen oder die afrikanischen Elefanten genannt werden. In Afrika befinden sich viele seltene Vogelarten. Die nennenswertesten Arten sind der Scharlachspint und der Fischadler. Meist kann man diese Vögel an den Wasserstellen beobachten. In der ausgeprägten Fauna in Afrika können Sie Säugetiere, wie die Paviane beobachten.

Reptilien und Säugetiere in der afrikanischen Flora

In der afrikanischen Flora gibt es sehr viele Säugetiere und Reptilien zu besichtigen. Dies sind beispielsweise Büffel oder Gnus, die sich in den Steppen des afrikanischen Kontinents angesiedelt haben. Afrika ist ein Land mit artenreicher Flora und die Blüten der Pflanzen sind sehr prachtvoll und farbenfroh gestaltet.

Musik aus Afrika

Die Menschen werden schon seit Hunderten von der Musik beeinflusst und seit Jahren von den verschiedensten Richtungen. Gerade die afrikanische Musik hat gezeigt, wie man diese bestens nach Rhythmen und Melodien effektiv nutzen kann. Die Afrikaner stellen ihre Musik auf eigene Art her und lassen sich dabei nicht von den westlichen Arten irritieren. Die Musik ist zudem nicht immer traditionell geblieben und hat sich später auch der Zeit angepasst. Die bekanntesten südafrikanischen Künstler sind unter anderem Miriam Makeba und Johnny Clegg.

Welche Instrumente kommen in der afrikanischen Musik zum Einsatz?

Im Allgemeinen gehören zu der afrikanischen Musik die Trommeln, auf denen wild geschlagen wird und dabei markante Rhythmen erzeugt werden. Jedoch sind die Stämme in Afrika eher für ihren Einsatz von Gesang bekannt. Hierbei haben ihre Lieder keine Texte, denn die Verständigung verläuft über Töne. Daher verwenden die Afrikaner für ihre traditionelle Musik Tiefen und Höhen, sodass Lieder emotional getrennt werden. Sie tanzen sich dabei in tranceähnliche Zustände und man könnte denken, dass sie ihren Körper verlassen, da sie dabei so tief in die Bedeutung ihrer Musik eintauchen.

Dies sind Zeremonien, die bei Ritualen, Festen oder bei anderen Ereignissen durchgeführt werden. Ein typisches Ritual ist die Beschneidung, bei dem die Musik die Patienten beruhigen und helfen soll die Schmerzen nicht zu fühlen. Des Weiteren ist die afrikanische Musik bei Herrscherdarstellungen, Nachrichtenübermittlung oder für Totenzeremonien ein Mittel um sich zu verständigen. Die Musik ist für die afrikanische Bevölkerung sehr wichtig, und wenn ein Musiker zu einem großen Fest krank wird, so wird dieses verschoben.

Die Musik ist in der afrikanischen Religion fest verankert

Da die Musik in der afrikanischen Religion eine große Bedeutung einnimmt, wird sie auch als animistisch bezeichnet. Die Afrikaner verbinden über ihre Musik sowie über ihre Tänze die Welt der Geister mit ihren eigenen Geistern. Sie reden mithilfe der musikalischen Klänge während des Tanzes mit den Pflanzen und Tieren. Da ihre Seelen keine Wortsprache verstehen, verwenden Sie eben diese Musiksprache dazu. Hierbei kann es schon mal dazu kommen, dass ein Tier in den Menschenkörper schlüpft und der Geist muss dann wieder vertrieben werden.

Die Geschichte von Afrika kurz zusammengefasst

Bisher wurden in Afrika die ältesten Spuren der primitiven Menscharten gefunden. Zudem brachte dieses Land die erste Hochkultur der Welt zutage. In Nordafrika wurde bei den Ägyptern der Ackerbau entwickelt und in die Welt hinausgetragen. Die afrikanische Geschichte war trotz der Trennung durch das Mittelmeer oft eng mit der europäischen Geschichte verbunden. Im 1. Jahrhundert v.Chr. war Karthago eine vorherrschende Großmacht in Nordafrika, die jedoch in den Punischen Kriegen den Römern unterlag. Die Römer herrschten ab 30 v. Chr. über ganz Nordafrika. Die Vandalen eroberten in der Zeit der Völkerwanderung das römische Nordafrika. Ägypten wurde mit dem Siegeszug des Islams im Jahr 641 erobert und Marokko im Jahr 670. Nordafrika wurde in den folgenden Jahrhunderten fast vollständig islamisiert. Im 15. Jahrhundert wurde die Westküste von Afrika von Portugal aus erforscht. Die Spanier und Portugiesen errichteten später dort ihre ersten Stützpunkte.

Afrika diente für Amerika als Sklavenquelle

Afrika wurde mit der Entdeckung Amerikas leider als „Sklavenquelle missbraucht. Ein großer Anteil der Bevölkerung in Brasilien, Haiti und in den USA sowie in anderen Inseln der Karibik waren Sklaven von afrikanischer Abstammung. Da man die Sklaven aus Afrika holen wollte, wurden an die Küsten Forts errichtet. Meist übernahmen die einheimischen Königreiche den Abtransport aus dem Hinterland. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war das Innere des Kontinents bei den Europäern unbekannt und so wurden zu diesem Zeitpunkt die ersten Forschungsreisen unternommen. Das Interesse der europäischen Nationen für das Land Afrika verschwand jedoch mit dem Verbot des Sklavenhandels sowie mit der Industrialisierung. Das Interesse an diesem Land wuchs erst wieder auf, als der Imperialismus aufkam. Afrika wurde auf der Kongokonferenz in den Jahren 1884-1885 unter den europäischen Großmächten aufgeteilt. Hierbei erfolgte die Grenzziehung willkürlich durch die Stammesgebiete. Nur Liberia, Abessinien sowie eine Siedlungskolonie frei gelassener nordamerikanischer Sklaven blieben dabei unabhängig.

Geschichte Afrikas in den Jahren von 1950 – 1994

Die deutschen Kolonien waren im Ersten Weltkrieg Kriegsschauplatz. Die Kämpfe im Zweiten Weltkrieg fanden hauptsächlich in Nordafrika und am Horn von Afrika statt. Im Jahr 1950 begann die Zeit der afrikanischen unabhängigen Staaten. Jedoch sprach man erst von der afrikanischen Unabhängigkeit, als im Jahr 1960 der Großteil der französischen Kolonien die Unabhängigkeit erlangte. Dschibuti wurde im Jahr 1977 als letzte Kolonie in die Unabhängigkeit entlassen. Bis 1994 herrschte in Afrika die Apartheid.